Wie auch immer die Welt zugrunde geht…

… es muss etwas mit Geisteswissenschaften zu tun haben. In meiner Tätigkeit als Student mußte ich mich heute mit einem lustigen Text von Mike Sandbothe herumschlagen, da ich in Kürze darüber referieren soll. So begann ich also ganz gemütlich, ihn zu überfliegen, eckte überall mal an, dachte mir aber nix dabei und hoffte, er würde sich beim zweiten Durchlesen ruckzuck erschließen. Charakteristisch für die 5 Seiten folgendes Zitat:

“Im Unterschied zu ihren erkenntnis-, wissenschafts- und sprachphilosophischen Vorläuferdisziplinen rekurriert die theoretizistische Medienphilosophie zur Beantwortung der Frage nach den Möglichkeitsbedingungen von Sinn nicht allein auf transzendentalphilosophische, wissensmethodliche, formallogische oder grammatische Regelsysteme, sondern darüber hinaus auf diesen ex hypothesi zugrundeliegenden medialen und materialen Rahmenbedingungen.”

Klar, oder?! Die Möglichkeitsbedingungen von Sinn also… die sollen erkundet werden. Gut, was sind Möglichkeitsbedingungen… dachte ich mir und gabs bei Wikipedia ein. Raus kommt:
“Es existiert kein Artikel mit diesem Namen. Möglicherweise gibt es aber in unserem Schwesterprojekt Wiktionary einen Wörterbucheintrag zu Möglichkeitsbedingungen. Sie können den Artikel neu anlegen, beachten Sie dabei aber bitte die Hinweise zu verwaisten Artikeln. Sie können auch mit externen Suchmaschinen die Wikipedia durchsuchen. Hier sind 0 Ergebnisse, beginnend mit Nummer 1.” Danke.
Google weiß mehr. “[Möglichkeitsbedingungen] ist ein analytischer Begriff, mit dem man die Ebene der Beschreibung von Erscheinungen verläßt. Stattdessen sucht man zu erklären, was die Voraussetzungen der Existenz dieser Erscheinungen sind, vgl. die Theorietradition Kant, Marx, Foucault.”
Die Voraussetzungen für die Existenz einer Erscheinung. Das ist ok. Also, wir suchen die Voraussetzungen für die Existenz von Sinn. Und diese wurden von vielen Menschen vor uns gesucht. Z.B. Monty Python. Aber auch von erkenntnis-, wissenschafts- und sprachorientierten Philosophen. Diese haben transzendentalphilosophische, wissensmethodische, formallogische und grammatische Regelsysteme für die Suche nach den Sinnvoraussetzungen benutzt. Die “theoretizistische” Medienphilosophie hingegen untersucht zusätzlich noch die Voraussetzungen, die diesen Methoden zugrundeliegen, ihre Rahmenbedingungen.
Nun weiß ich das alles, aber weiß ich davon, was die “theoretizistische” Medienphilosophie eigentlich tut? Nein. Vielleich bin ich auch einfach nicht aufnahmefähig. Ich glaube, ich gehe wieder ins Bett.

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