Umzug (Teil 2)
So, hier ist er, der von der Stammleserschaft (F.) heiß ersehnte und versprochene Teil 2 der Umzugsgeschichte (Teil 1, Teil 3)
Pannen passieren. Und sie häufen sich. Genau wie Ärgernisse. Ich zähle sie einfach mal auf:
Das Kautionskonto.
Ein Kautionskonto sollte ich eröffnen. Bei der Berliner Sparkasse am Besten, denn die können das. Gesagt, getan. Ging also hin, hielt der netten Sachbearbeiterin sogar noch einen Wisch meines Vermieters unter die Nase, auf dem detailliert draufstand, was sie nun zu tun hatte und welche Formulare sie mir aushändigen solle. Eigentlich eine Standardprozedur. Leider war sie nicht in der Lage, mir eine Bestätigung über die Eröffnung des Kautionskontos zu geben. Statt dessen bekam ich einen handgeschriebenen Zettel mit der Kontonummer.
Für den konnte ich mir nichts kaufen und hätte auch keine Schlüssel bekommen. Also ging ich am nächsten Tag nochmal hin, um mir anzuhören, dass es unmöglich sei, dass ich keine Bestätigung der Eröffnung bekommen hatte und ich die wohl nur verschlampt hätte. Das erzählte die (andere) Sachbearbeiterin dann auch meiner Hausverwaltung, die sich irgendwann telefonisch dazuschaltete. Hinterher entschuldigte sich die erste Sachbearbeiterin dafür, der schlechte Eindruck bei meiner Hausverwaltung war aber nun mal gefestigt. So hatte ich immer noch keine Bestätigung, weil die Kontoeröffnung mit der Post(!) zum Sparkassencomputer geschickt wird, der das Konto dann einrichtet. Das ist wohl der gleiche Computer, der mir fast einen Schufa-Eintrag für 2,50 Soll auf einem Konto verpaßt hätte, weil ich im Urlaub war.
Gut, also machte ich mit meiner Hausverwaltung einen Deal, dass ich zwei Mieten bar einzahle und dafür die Schlüssel bekomme. Nun wollte die Hausverwaltung aber nach wie vor eine Bestätigung über das eröffnete Kautionskonto. Also ging ich erneut zur Sparkasse, um einen Bildschirmausdruck meiner gesammelten Benutzerdaten erhielt, auf dem unter anderem auch mein Kautionskonto verzeichnet war. Diesen Ausdruck schickte ich mit einer Entschuldigungs-Mail an die Hausverwaltung. Der reichte ihr aber wohl nicht, was ich aus einem Brief entnahm, der mich gestern erreichte. Nun gut, das wird schon. Bestimmt.
Der Waschmaschinen-Anschluss.
Ich erbat mir von meinem Vermieter einen Waschmaschinen-Anschluss in der Küche (in der Wohnung war bis dato keiner vorhanden). Der Vermieter handelte prompt und legte mir einen Anschluss in die Abstellkammer, welcher auch noch an den Durchlauferhitzer angeschlossen war. Toll. Status: Pending.
Streichen.
In der alten Wohnung musste gestrichen werden. Das haben A. (danke nochmal) und ich dann auch erledigt. Später riss die Deckenfarbe ein. Dann machte ich einen Termin mit einem Handwerker, welcher ihn am Vorabend absagte, nachdem ich vergeblich auf den Rückruf eines anderen Malers gewartet hatte. Toll. Status: Paying und Pending.
Der Waschmaschinenschlauch.
Bei dem war die Dichtung geklaut, als ich ihn gekauft habe. Toll.
Die Kaffeemühle.
Bei der hat das Mahlwerk gefehlt, nachdem ich mich wirklich nochmal versichert habe, ob auch alle Teile in der Packung sind. Toll.
uswusf… das nimmt kein Ende hier, ich habe keine Lust mehr, man hat ja noch was anderes zu tun.
Deswegen: Verlaßt euch nie auf das, was euch Handwerker, Verkäufer, Dienstleister usw. erzählen. Es ist meistens erstunken und erlogen.
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