Regenschreibpause
Es schüttet wie aus Eimern, deswegen finde ich nun etwas Zeit, ein paar Gedanken aufzuschreiben. Wie schon bemerkt, wurden wir sehr freundlich, zuvorkommend, hilfsbereit und ohne großartig Aufhebens darum zu machen, aufgenommen.
Aufgenommen heißt, wir wohnen mit Riikka und Eero in einer 2-Zimmer-Küche-Bad-Wohnung in einem Viertel Helsinkis, welches ungefähr vergleichbar mit Berlin-Neukölln ist. Riikka und Eero zahlen für diese Wohnung in einem wahrscheinlich in den 60ern gebauten Haus allerdings das Dreifache von den Neuköllner Durchschnittsmieten.
Ein Grund mehr, um dankbar zu sein, denn ohne Riikka und Eero hätten wir uns den Finnland-Aufenthalt nicht leisten können.
Helsinki ist eine der schönsten Städte, die ich jemals zu sehen bekommen habe, auch wenn das bisher noch nicht so viele waren. Die Haupt-Einkaufsstraßen und die Fußgängerzonen im Stadtkern sind komplett renoviert, das Straßenbild ist nachvollziehbar strukturiert und es ist einfach, sich als Tourist zurechtzufinden. Der Hafen, von dem alle Fähren nach Schweden und einige nach Tallin ablegen, scheint so etwas wie der Haupthafen Helsinkis zu sein, er grenzt direkt an die Fußgängerzone mit den Kathedralen und der Esplanaden-Bühne, auf der Riikkas Festival stattfindet, an.
Nach einem Besuch im Design-Museum Helsinkis werde ich zum ersten Mal darauf aufmerksam, dass der Ballchair, den ich sehr mag, 1966 von Eero Aarnio, einem Finnen, designed wurde. Wir haben den Finnen wohl noch einige andere Dinge zu verdanken, von denen wir das niemals vermuten würden. Und es werden noch einige mehr kommen. Zum Beispiel marimekko, in Finnland ist das zur Zeit wohl das größte Modedesignimperim, was man sich irgendwie vorstellen kann, während marimekko in Deutschland nicht besonders angesagt ist. Aber nanso ist eh viel cooler, vielleicht ist das ja the next big thing.
to be continued…
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