Toxic. Ausnahmsweise nicht von Britney.

Yael Naim ist so gut wie niemandem ein Begriff, abgesehen von ihrer Hitsingle “New Soul”, welches den Werbespot für Apples neues MacBook Air untermalt. Hier eine Version von Toxic, die sehr unter die Haut geht. Viel Spaß!

via Spreeblick.

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Phasen.

Ich hatte da so eine Phase. Ich wachte morgens auf, duschte mich, verließ das Haus mit relativ neutraler Laune und da waren sie schon… viele kleine und große, dicke und dünne, hübsche und hässliche graue Klötzchen. Ich bestellte bei so einem Klötzchen meinen ersten Milchkaffee und fuhr dann mit dem Auto (übrigens auch grau und klötzern) zur Uni.

Die anderen Autos wurden von anderen grauen Klötzchen gefahren und ich ärgerte mich meist ein wenig über deren Fahrweise, um in der Uni dann von einem anderen Klötzchen den zweiten Kaffee zu bekommen oder ich machte ihn mir eben selbst. Ganz nebenbei, die Kaffeemaschine ist ein grauer Klotz. Und es gibt keine großen Filter.

Jedenfalls, zwischen den vielen grauen Klötzchen, die mir Anweisungen gaben, irgendwas von mir wollten oder mir mit Ratschlägen, Hinweisen und Tipps auf die Sprünge zu helfen versuchten, und mir mit all ihrer gräulich-schwarz-anthrazitären Lebenserfahrung erklärten, wie ich mein Leben so auf die Reihe zu kriegen habe, genau dazwischen, und zunächst ganz unscheinbar, sah sich urplötzlich ein anderes Klötzchen, sehr ansehnlich und schillernd-bunt.

Und das beste ist, dieses Klötzchen ist ansteckend. Seit ich es gesehen habe, wirken die anderen Klötzchen nicht mehr völlig grau, durch ihre Oberfläche schimmert von innen – genau so unscheinbar wie plötzlich – ihre eigene Farbe.

Ich mag es, das Leben.

Übrigens… ich bin nicht tot.

Ich schreibe nur gerade nichts. Weil ich überarbeitet bin. Aber noch recht guter Dinge. Es gibt eine Magisterarbeit zu schreiben, deren Outline ich wahrscheinlich auch demnächst mal online stellen werde, eine Menge kleinerer Internetprojekte, ein bisschen Arbeit an der Uni und ein Klavier, welches bespielt werden möchte. Demnächst mehr… Immer schön den Feed abonnieren, dann bleibt ihr auf dem Laufenden. Und, bevor ichs vergesse:

Alles Gute im Neuen Jahr!

Wir mögen Menschen wegen ihrer Qualitäten –

– aber lieben tun wir sie wegen ihrer Fehler.

(aus Hellboy.)

Weihnachtswünsche!

Allen Lesern eine frohe und besinnliche Weihnachtszeit und – falls hier dieses Jahr nix mehr passiert – einen guten Rutsch ins neue Jahr und irgendwie auch alles das, was ihr euch selbst wünscht.

Lasst es euch gut gehen!

Das Problem ist nur… es klingt immer scheiße.

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Brad Mehldau / Bontempi

Ohne viele Worte… ich war zwar auf dem Brad-Mehldau-Konzert am 17. November in der Philharmonie Köln, schreibe da aber erstmal nix zu. Bis dahin – hier das Stellvertreterposting, Brad Mehldau auf einem Bontempi-Keyboard. Klanglich eigentlich gar nicht so weit vom Klner Konzerterlebnis entfernt…

Kurt Wagner (20.10.2007 / Quasimodo)

Kurt Wagner - Quasimodo Berlin

Es ist eng. Es ist warm. Ich schwitze. Ich kann nichts sehen, der Mann vor mir ist groß. Zu spät gekommen, zu weit hinten. Die Bühne ist dunkel. Ich kenne Lambchop nicht. Nicht. Ehrlich. Dann kommt dieser mittelgroße Mann mit Hut fröhlich durchs Publikum gelaufen und trällert einen Song, der ohne Gitarre, ohne viel Text und ohne richtige Melodie auskommt. Es erinnert mich ein wenig an die omnipräsenten Schlachtengesänge aus Full Metal Jacket. Superabend, denke ich, gehe an die Bar und bestelle mir einen 6-Euro-Gin-Tonic. Und meiner Begleitung auch. Der Preis an sich wäre ja nicht so schlimm gewesen, wenn… ja, wenn…

// Flashback //

Wenn ich Idiot nicht die schon bezahlten Karten auf dem Hinweg ins Quasimodo verloren hätte, und wenn wir nicht kurz vor Konzertbeginn nochmal zurück nach Kreuzberg gegurkt wären, um rauszufinden, ob sie dort noch auf der Straße liegen. Taten sie nicht. Ich habe dann am Eingang einem etwas zwielichtigen Mann zwei Karten mit ein wenig Rabatt abgekauft, der ein wenig zusammenzuckte, als ich ihm die Geschichte erzählte. Ich hege den grausamen Verdacht, meine eigenen Karten ein zweites Mal bezahlt zu haben…

Nunja, was solls, wir waren drin und wurden von einer überbordende Lebensfreude versprühenden Devon Sproule begrüßt, die einige Songs ihres aktuellen Albums Keep Your Silver Shined vorstellte und mich sofort alle Misslichkeiten vergessen ließ. Diese Stimme – irgendwo zwischen Jewel und Feist angesiedelt, diese herrlichen kleinen Rückkopplungen, die ihren Auftritt so an The Reminder von Feist erinnern ließen. Rührung pur. Und witzig war sie. Ein flinker Spruch nach dem anderen ließ darauf schließen, dass ihr Konzert am 23. Februar im Café Zapata super wird. Ich geh auf jeden Fall hin.

// Ende Flashback //

Kurt Wagner setzt sich. Auf einen (niedrigen, grrr!) Stuhl. Von da an sehe ich ihn nicht mehr. Ich sehe nur noch die lange Wäscheleine mit den vielen Klammern dran, an die er das Leadsheet jedes gerade beendeten Songs hängen wird, fast, bis man ihn nicht mehr sieht. Schöne Idee, zeigt deutlich den Verlauf des Konzerts, verweist auf die vergangene Zeit, sieht einfach schön aus. Pluspunkt. Die Songs: Nun ja, ich kenne ja – wie gesagt – Lambchop nicht, ein flüchtiges Drüberhören im Radio ist bisher alles, was mir von dieser Band im Kopf rumgeisterte.

Er fängt an zu singen – einen richtigen Song, keine Full-Metal-Jacket-Deklamation und alles ist klar. Unverwechselbar. Tief, unverletzlich, verletzend, laut, verletzt, kratzig, rau, krank, sanft, stark, wow! Ein markantes Delay auf der Gitarre begleitet fast alle Songs, Kurt Wagner singt mit einer ungeheuren Dynamik, das Flüstern jagt einen Schrei und schon ist der Song am Ende und Wagner scherzt behände und fröhlich mit dem Publikum. Er bittet uns, ihm ein paar Fragen zum Zeitvertreib zu stellen. Nach anfänglich betretenem Schweigen kommen auch die ersten forschen Nachfragen nach Wagner selbst, seiner Frau, seinem Hut und Lambchop. Wagner scherzt und scherzt unentwegt, bietet einen Kontrapunkt zu seinen sonst eher melancholisch-verträumten Liedern. Welche mich tief bewegt haben. Das Album ist gekauft. Das Album von Devon Sproule (”I know, it’s hard to recollect, It’s Devon, my mom told me to repeat this at last five times during this concert!”) ist auch gekauft. Weil sie ist, wie sie ist und weil sie gute Musik macht.

Uneingeschränkt toll.

Seine Frau und damit Nachfragen zu seinem Privatleben bringt er übrigens selbst ins Spiel: Sie besteht angeblich seit Neustem auf das Tragen eines Hutes, er weiß noch nicht so recht, was er vom neuen Kopfschmuck halten soll.

Trentemøller – The Trentemøller Chronicles

The Trentemøller Chronicles

Nach der sehr natürlich-organisch klingenden This Bliss von Pantha du Prince (über die ich bisher noch nichts geschrieben habe, weil ich es kaum in Worte fassen kann, kaufenkaufenkaufen!) ist The Trentemøller Chronicles für mich das zweite Pflicht-Minimal-Album dieses Jahres (obwohl ich keine Ahnung von Elektro habe).

Scharf gezeichnete Beats, ohne übermäßigen Einsatz von Delays oder sonstigen Echo-Effekten, Analog-Synth-Melodien, Gameboy-Sounds, ein paar ausgefuchste Klicksounds, geschmackvoller Filtereinsatz, drückende Bass-Drum-Einsätze, unbedingt tanzbar – was will man mehr?!

Trentemøller zeigt nach einer für meine Begriffe eher schwächeren The Last Resort(1), dass es a) möglich ist, nach einem einzigen Album eine Best-Of-CD rauszubringen und b) zweieinhalb Stunden gute Musik für 17 Euro auf ein Doppel-Album zu packen – Chapeau!

Auf der ersten Scheibe bedient er sich seines eigenen Fundus, während er auf der zweiten CD eindrucksvoll seine Remix-Fertigkeiten demonstrieren kann ( z.B. von Röyksopp, Moby, etc.). Alles in allem gelungen!

Interpret: Trentemøller
Tracks: 24
Länge: 2 Stunden 30 Minuten
Erscheinungsjahr: 2007

Lieblingstracks: Physical Fraction, Killer Kat, What Else Is There? (Remix, Original von Röyksopp)

(1) Hab mir die Last Resort nochmal angehört… sie ist… äh… doch gut. Muss wohl beim Hören damals einen schlechten Tag gehabt haben.

Apple spioniert mir nach.

Keine Ahnung, ob sie es tun, um rauszukriegen, wer sein iPhone noch nicht aktiviert hat, wie es genutzt wird, ob es gehackt ist, um Nutzerprofile zu erstellen oder warum auch immer… Tatsache ist laut uneasysilence, dass Apple bei jedem Zugriff auf das Wetter-Programm als auch auf die Börsenstände die IMEI, also eine Nummer, mit welcher sich das Telefon zweifelsfrei identifizieren lässt, an einen ihrer Server übermittelt. Nicht nett. Ganz und gar nicht nett.

UPDATE: Es ist laut fscklog nicht sicher, wann und ob die IMEI überhaupt übermittelt wird, anscheinend nicht bei jedem Zugriff auf die genannten Programme.