Marktschreier und Kultur

Wer vermutet, Marktschreiertage hätten nichts mit Theatralität oder gar Kultur zu tun, der liegt schief. Am vergangenen Sonntag gegen 16 Uhr ereignete sich auf dem Trottoir der Berliner Karl-Marx-Alle sehr viel. Aber was genau? Vom Veranstalter geschickt in Szene gesetzt koexistierten ca. 30 Stände in nicht besonders ausgefeilter Harmonie. Deren jeweilige Verkäufer versuchten nun, dem vorbeiziehenden Publikum verschiedene Dinge feilzubieten, die Produktpalette erstreckte sich von der essentiellen Mettwurst übers Duschradio bis zum für solche Ereignisse obligatorischen ledernen Freundschaftsbändchen. Dabei zeichneten sich vier Darsteller als den anderen überlegen aus, vor allem im akustisch-technischen Sinne: Während nämlich ein Großteil der Stände nur aus alten Klapptischen und diesen im Alter nicht nachstehenden Pappkartons, auf denen Ramsch angeboten wurde, bestand, bildeten einige Verkäufer einen “harten Kern”…
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Ich wusste das nicht.

Eindrücke vom Eishockeymatch Eisbären Berlin vs. Hamburg Freezers am 25.11. im Wellblechpalast

Akt 1: Vorher
Es ist kalt. Nicht in der Halle, sondern davor, weil ich aus lauter Pünktlichkeitswahn eine Stunde zu früh gekommen bin. Karte gekauft, mit der Blockwahl total überfordert, für C entschieden. Ich friere. Eine Würstchenbude lacht mich an. Die verbleibenden Euromünzen werden gezählt, ich entscheide mich für eine Wurst, bin schon kurz vorm Bestellen. Dann die erste Ernüchterung des Abends: Mist, falsche Schlange. Insider wissen das. Ich nicht. überhaupt müssen hier ne Menge Insider sein, denn nur sehr wenige Menschen stehen vor der Halle und frieren, eigentlich warten alle in der GASAG-Lounge. Ich finde etwas einem Lokal relativ ähnliches, der Eingangsbereich erinnert an eine Turnhalle…
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Wer ist Cherub?

Zur Christmette in meinem Geburtsort erscheine ich jedes Jahr zu Weihnachten. Dort werde ich von den Pfarrern freundlich begrüßt, weil ich mal Orgel spielte und auch sonst ist alles immer sehr vertraut.
Dieses Jahr war alles anders.
Verantwortlich für die Gestaltung des Abends waren eine neue Pfarrerin, die von der tradierten Form des Gottesdienstes keinen Schimmer hatte und ein neuer Organist, der mit dem Orgelspielen größere Probleme bekam. Das wurde schon deutlich an einem mehr schlecht als recht improvisierten Gottesdienstvorspiel, das die Pfarrerin mit den Worten: “Wir hörten die Pastorale von Johann Sebastian Bach” abkündigte. Zu diesem Zeitpunkt wollte ich eigentlich schon wieder gehen, aber die Pfarrerin überraschte mich mit der eigentlich recht untypischen Einführung der Liturgie am Heiligen Abend…
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