iTunes Movie Store – So funktionierts.
Immer wieder – verstärkt in letzter Zeit – erreichen den wohlinformierten Geek Gerüchte über einen möglicherweise geplanten iTunes Movie Store, der das Kaufen von zunächst Musikvideos und später auch richtigen Filmen im Internet möglich und genau so komfortabel wie bei Apples Music Store machen soll.
Diese Gerüchte werden größtenteils aber durch das allgegenwärtige “Music-Store funktioniert nicht ohne iPod, iPod Video ist Unsinn, denn auf einem derartig kleinen Display schaut niemand Filme”-Argument niedergeschmettert. Dieses Statement ist nicht nur allgegenwärtig, es ist meistens auch das Einzige, was gegen einen iPod Video spricht.
Wenn man die technischen Gegebenheiten mal näher unter die Lupe nimmt, spricht nichts dagegen, dass iPods Videos abspielen können, Toshiba hat die 80 GB-Platten auf das 3. Quartal 2005 angekündigt, Videoplayback ist mit dem momentanen Chip des iPods zwar nicht ohne weiteres machbar, aber durchaus möglich. Die fortlaufende Implementierung des Videocodecs H.264 in Apples Produktpalette birgt immerhin die Möglichkeit, auf 80 GB ein paar Filme in HD-Qualität unterzubringen. Das Problem bleibt also immer noch und nur das Genannte: diese kleinen Displays eignen sich auch bei hoher Auflösung nicht dazu, Spielfilme zu schauen, ohne dass man davon Augensausen bekommt.
Der einzige Ausweg, der mir aus dieser Misere in den Sinn kommt, ist die Verwendung von sogenannten VRD’s, Virtual Retinal Displays. Das Prinzip ist genau so einfach wie erfolgversprechend: Anstatt immer mehr Pixel auf einer kleinen, tragbaren Fäche unterzubringen, wird das Bild direkt auf die Netzhaut des Auges projiziert. Diese Projektionsmethode befindet sich leider noch in der Entwicklungsphase, liefert aber trotzdem schon Auflösungen bis zu 640×480 und eine Farbtreue, die zumindest für das US-Militär ausreichend ist.
Also, zurück zum iPod Movie: Display so lassen, wie es ist, einen Videoausgang bauen, einen besseren Chip – vielleicht ja von Intel? – rein und dazu die leckern VRD’s für 1500 Euro verkaufen, denn viel billiger werden die wohl auf absehbare Zeit nicht werden – falls sie denn doch irgendwann mal entwickelt werden.
Trotzdem eine tolle Technologie, die hoffentlich einen Teil meiner Zukunftsträume in absehbarer Zeit wahr werden läßt.
No comments yet.