Eva Herman stirbt aus.
Eva Herman hat wörtlich irgendwas gesagt. Der Brei ist bei Spreeblick abgedruckt. Trotzdem heißt das noch lange nicht, dass sie das auch gemeint hat. Was sie gemeint hat, erklärt sie leider auch nicht bei Kerner. Dafür erklärt ihr ein FU-Professor mal, wie das mit den Nazis so war. Der Höhepunkt der Diskussion (Video-Mitschnitt) war für mich an dem Punkt erreicht (ziemlich genau Minute 29), als Herman konstatierte, dass es nun bald zu Ende gehe:
“Wir sterben aus, ich meine, wir kriegen doch die demokratische Kurve gar nicht mehr.”
Ich frage mich nur, warum diese Klatschaffen im Publikum dauernd diesen geistigen Dünnschiss unterstützten?
Der letzte Mensch, der in meinem Leben dauernd – genau wie Herman – von Werten geredet hat, hat eines Tages seine eigene Tochter aus dem Haus geprügelt, obwohl er sie eigentlich zu Weihnachten einladen wollte.
Menschen, die von Werten und Ethik reden und sich dabei nicht verständlich ausdrücken können, sind mir meist sehr unsympathisch. Ich empfinde sie sogar als gefährlich.
Begriffe im Fernsehen falsch benutzen ist genauso gefährlich: Herman wird auf eine Äußerung angesprochen, bei der sie die Presse als “gleichgeschaltet” bezeichnet hat. Auf den Hinweis des Geschichtsprofessors, dass dieser Terminus aus dem dritten Reich stammt, entgegnet sie:
“Sie müssen nur Google eingeben und dann können sie jede Zeitung durchgehen, welche Zeitung diesen Begriff bereits benutzt hat. Natürlich ist er da benutzt worden, aber es sind auch Autobahnen damals gebaut worden und wir fahren heute drauf.”
Und sie klatschen. Und klatschen.
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