Die andere Seite
Johnny gibt mir als Neublogger 10 Hinweise an die Hand, die mir dabei helfen sollen, das große Endziel zu erreichen: Nämlich ein erfolgreiches Blog mit Millionen von Besuchern zu haben, und mich auf eine einsame Insel in der Karibik oder nach Görlitz abzusetzen.
Mit diesem Satz habe ich schon die erste Regel verletzt, denn Regel Nummer 1 lautet:
I had a blog before you had a blog
Hatte ich aber gar nicht. Ich habe mein Blog gerade erst aufgemacht, keine Ahnung, was ein Trackback ist (vielleicht habe ich es eben gerade gelernt) und ehrlich gesagt habe ich genau so wenig Ahnung von der ominösen “Blogosphäre”. Das Ganze ist eher ein Versuch, in einem Aufwasch meine angestaubten Schreibfertigkeiten und meine html- bzw. css-Kenntnisse aufzumöbeln. Auf der anderen Seite habe ich Regel Nummer eins dadurch beachtet, dass ich Texte, die ich eigentlich für irgendwelche wirren Dozenten schrieb, als Platzhalter hier eingesetzt habe, und das auch schon vor der vor ein paar Tagen erfolgten Umstellung des Blogs von movable type zu Wordpress.
Soviel zu meinen Intentionen.
Johnny hat also diesen Beitrag geschrieben, der mir Unwohlsein bereitet. Er verunsichert mich noch weiter. Denn mir ist schon ohne ironische Seitenhiebe klar, dass es Millionen von Blogs (zumindest tausende) gibt und ich hiermit bestimmt keine Revolution der Blogosphäre feiern können werde. Aber ich möchte schreiben. Und ich möchte gelesen werden. Und das nicht unbedingt nur in den belanglosen Kommentaren, die ich bei Spreeblick von mir gebe. Und das kommt der Vorgehensweise, die Johnny beschreibt, ziemlich nahe:
Die meisten Blogs verlinken den Namen eines Kommentators mit seinem eigenen Blog. Massig Platz für Eigenwerbung also. Hol’ dir bei blogcounter und blogstats die meistbesuchten Blogs und misch dich dort in aktuelle Diskussionen ein.
Weiterhin finde ich es albern, “Johnny” in diesem Artikel durch “Spreeblick” zu ersetzen, wenn Johnny über jedem seiner Posts bemerkt, dass er Johnny heißt. Johnny schreibt hierzu:
Tu im begleitenden Text so, als würdest du die MacherInnen des verlinkten Blogs gut kennen. Nenne also nicht den Blognamen, sondern den Namen des Autors (steht oft unter dem Artikel oder im Impressum). “Felix” statt “wirres”, “Jörg” statt “Schockwellenreiter” und so weiter.
Und zu guter Letzt: Ja! Spreeblick steht auf meiner Linkliste, die nicht blogroll heißt, weil mir das zu hip ist.
No comments yet.